News

11.10.2018

Ihre Katze – unsere Forscherin!

Katzen landauf und landab bringen immer wieder MĂ€use oder andere kleine SĂ€ugetiere nach Hause. Anstatt diese „Geschenke“ heimlich zu entsorgen, können Katzenhalterinnen und Katzenhalter die Beute an das Naturmuseum Solothurn weiterverschenken. Denn diese toten MĂ€use bieten einen Fundus an neuen Informationen. So ist wenig ĂŒber das Vorkommen und die Verbreitung der MĂ€use, SpitzmĂ€use, FledermĂ€use, SchlĂ€fer und Kleinraubtiere bekannt. Bei der Erforschung von KleinsĂ€ugern können Katzen eine wichtige Rolle spielen. Doch wurden sie bisher als Forscherinnen in diesem Bereich massiv unterschĂ€tzt: Die 1,4 Millionen FreigĂ€nger-Katzen in der Schweiz erbeuten geschĂ€tzt 10 Millionen MĂ€use und andere KleinsĂ€uger pro Jahr.

Seit Mai 2018 lĂ€uft das Projekt „Zeig‘ mir Deine Maus, Katze!“ des Naturmuseum Solothurns, bei dem die Katzenhalterinnen und Katzenhalter in den Kantonen Bern und Solothurn aufgefordert werden, die Beutetiere ihrer Katzen zu sammeln und einer der 16 Abgabestellen zu ĂŒberreichen. Bisher wurden ĂŒber 400 Tiere abgegeben, 189 davon konnten bereits auf die Art bestimmt werden. Die bisher analysierten Tiere stammen aus fĂŒnf Familien und 17 Arten: MaulwĂŒrfe (1 Art), LangschwanzmĂ€use (3 Arten), SchlĂ€fer (3 Arten), SpitzmĂ€use (6 Arten) und WĂŒhlmĂ€use (4 Arten). Von 72 Tieren wurden genetische Proben genommen und ins Labor der Fachhochschule WĂ€denswil (ZHAW) geschickt.

Mit diesen Ergebnissen werden die Kenntnisse zu der Verbreitung der KleinsĂ€uger erweitert, gleichzeitig bieten sie eine Grundlage fĂŒr Fördermassnahmen fĂŒr seltene oder geschĂŒtzte Arten. Die Daten werden in den neuen SĂ€ugetieratlas der Schweiz und Liechtenstein, der 2021 erscheinen wird, einfliessen.

Das Projekt lĂ€uft noch bis Ende November 2018 weiter. Das Naturmuseum Solothurn freut sich ĂŒber jede Maus, die den Weg ins Projekt findet. Seltene Arten wie die Wasserspitzmaus oder die KleinwĂŒhlmaus fehlen bisher unter den Nachweisen. Und auch von vermeintlich hĂ€ufigen Arten wie der Rötelmaus oder der Hausmaus wurden bisher nur wenige Tiere abgegeben. Um hier noch etwas mehr zu erfahren, sind wir weiterhin auf die Mithilfe der Katzen angewiesen. Doch es muss nicht immer eine Katze sein: Auch anderweitig tot aufgefundene Tiere nehmen wir sehr gerne entgegen.

Der Zwischenbericht zum Stand des Projektes „Zeig‘ mir Deine Maus Katze“ kann auf der Webseite des Naturmuseums und unter dem Link www.bit.ly/katze-maus eingesehen werden.

01.10.2018


Weissstorch © Jacqueline Hurt / stadtwildtiere.ch

Die Wilden Nachbarn - das Schwesterprojekt der StadtWildTiere - ist eines von vier Umweltprojekten, welches die Migros 2018 mit einem namhaften Beitrag unterstĂŒtzt. Nun kann jeder und jede in einer öffentlichen online-Abstimmung darĂŒber abstimmen, wie hoch ein Zusatzbeitrag fĂŒr die Projekte ausfĂ€llt. Stimmen Sie ab fĂŒr die Wilden Nachbarn und ermöglichen Sie, dass das Projekt in weiteren Regionen lanciert werden kann! Vielen Dank!

Abtimmen und weitersagen! 

Hier geht es zur Migros-Abstimmung (einloggen, runterscrollen, abstimmen, weitersagen) 
 

30.09.2018


Feuersalamander (Bild schubini/stadtwildtiere.ch)

Diese schönen Feuersalamander hat die Beobachterin schubini auf StadtWildTiere gemeldet und dazu geschrieben: "Die Feuersalamander habe ich am Ende meiner Kellertreppe gefunden. Sie wurden von mir gerettet, da sie nicht mehr hochklettern konnten . Jetzt steht immer ein Brett zum hochklettern bereit." - Oft können einfache Maßnahmen helfen, Gefahren fĂŒr Wildtiere zu entschĂ€rfen.

Siehe dazu auch Newsbeitrag vom 12.9.2018

 

26.09.2018

Ein neue Studie, publiziert in der renommierten Wissenschaftszeitschrift PNAS, weist nach, dass Glyphosat, das auch bei uns am hĂ€ufigsten angewendete Pflanzenvernichtungsmittel, fĂŒr Bienen gefĂ€hrlich ist. Glyphosat ist z.B. ein Wirkstoff in Roundup, einem Pestizid der Firma Bayer (ehemals Monsanto).

Die Internationale Agentur fĂŒr Krebsforschung (IARC), eine Unterorganisation der Weltgesundheitsorganisation (WHO), stufte Glyphosat im MĂ€rz 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ ein. Die schĂ€dliche Wirkung auf Menschen und Tiere ist jedoch nach wie vor umstritten und der Wirkstoff allgemein zugelassen.

Originalartikel im Wissenschaftsmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS)

Artikel im SPIEGEL

22.09.2018

© Markus Bohler / wildenachbarn.ch

Gestern Samstag, 22. Sept. ist im Naturmuseum Winterthur die Eichhörnchen-Ausstellung gestartet. Der StadtprĂ€sident Michael KĂŒnzle persönlich eröffnete zusammen mit der Museumsdirektorin Daniela Zingg die sehenswerte Ausstellung. Das Museumsteam hat mit viel Liebe fĂŒrs Detail eine FĂŒlle von spannenden Informationen rund um das Eichhörnchen zusammengetragen. Auch die StadtWildTiere Winterthur tragen mit Daten von Winterthurer Eichhörnchenbeobachtungen zur Ausstellung bei. Die Ausstellung, die noch bis FrĂŒhling 2019 lĂ€uft, ist fĂŒr alle Wildtierinteressierte unbedingt einen Besuch wert.

Weitere Informationen zur Ausstellung im Naturmuseum Winterthur

12.09.2018

SchĂ€chte und offene Gruben mit steilen WĂ€nden sind eine Gefahr fĂŒr kleine Wildtiere wie z.B. Amphibien. Sie fallen hinein und können nicht mehr herauskriechen. Eine einfache Ausstiegshilfe wie ein Brett in einem alten Gartenteich oder dieses gelochte Blech im Wasserschacht sind eine ebenso einfache wie lebensrettende Massnahme. Das Beispiel stammt aus dem Friedhof Nordheim in ZĂŒrich.

Detailsinformationen zu Ausstiegshilfen fĂŒr Amphibien

Vermeiden von Gefahren fĂŒr Igel und andere kleine FussgĂ€nger, Merkblatt

06.09.2018

Wir freuen uns riesig: Das Projekt Wilde Nachbarn – die Meldeplattform fĂŒr Wildtierbeobachtungen aus lĂ€ndlichen Siedlungsgebieten und das Schwesterprojekt der StadtWildTiere - wurde von der Migros als eines von vier Umwelt-Projekten ausgewĂ€hlt, das 2018 aus dem Gewinn des 5-Rappen-PlastiksĂ€ckchen-Verkaufs unterstĂŒtzt wird. Der Basis-Beitrag ist fĂŒr jedes Projekt 100‘000.-!

Nun entscheidet eine online-Abstimmung (sie lĂ€uft noch bis am 16. Okt. 2018!) ĂŒber die Höhe einer zusĂ€tzlichen UnterstĂŒtzung fĂŒr die vier ausgewĂ€hlten Projekte:

  • Der 1. Platz erhĂ€lt zusĂ€tzlich 50‘000.-
  • der 2. Platz 30‘000.-
  • der 3. Platz 20‘000.-.
  • der 4. Platz erhĂ€lt den Basis-Beitrag

Auch Sie können mitbestimmen, ob die Wilden Nachbarn in neuen Regionen und in drei Landessprachen gestartet werden können.

Die Wilden Nachbarn wollen mit der Beobachtungsmeldeplattform

  • Wildtiere im Siedlungsraum fĂŒr alle erlebbar machen,
  • WissenslĂŒcken schliessen mit Projekten zu Tierarten wie Igel, Eichhörnchen und Wildbienen
  • Mit konkreten Massnahmen BiodiversitĂ€t im Siedlungsraum und anderswo fördern

Die Abstimmung ist am 06.09.2018 gestartet und dauert bis am 16.10.2018 auf der Migros-Webseite.
Wir freuen uns ĂŒber jede Stimme, die fĂŒr unser Projekt „Wilde Nachbarn in der Schweiz“ abgegeben wird.

Herzlichen Dank - fĂŒrs Abstimmen und Weitersagen!
Anouk Taucher, Adrian Dietrich, Sandra Gloor
und das Wilde Nachbarn-Team

Wilde Nachbarn Schweiz

Hier geht es zur Migros-Abstimmung

P.S.: Übrigens: Seit die PlastiksĂ€ckchen der Migros 5 Rappen kosten, reduzierte sich der Verbrauch um 84%. Der Gewinn, der aus dem Verkauf der SĂ€ckchen erzielt wird, spendet die Migros jĂ€hrlich an ausgewĂ€hlte Umweltprojekte. Dieses Jahr wird mit Einnahmen von einer halben Million gerechnet.

05.09.2018


SiebenschlÀfer unter einem Wellblechdach (© Mirjam Wyrsch / wildenachbarn.ch)

WĂ€hrend wir die warmen SpĂ€tsommerabende geniessen, haben viele Wildtiere bereits mit den Wintervorbereitungen begonnen. Im Herbst bieten die einheimischen StrĂ€ucher, BĂŒsche und BĂ€ume viel NahrungfĂŒr Wildtiere in Form von NĂŒssen, FrĂŒchten und Samen. Oft gelingt es jetzt, die sonst nachtaktiven SiebenschlĂ€fer beim Anfressen des Winterspecks zu beobachten.

Im Rahmen der „Aktion SiebenschlĂ€fer“ wird die Bevölkerung der Schweiz und Liechtensteins aufgerufen, SiebenschlĂ€fer und weitere Wildtiere auf der Meldeplattform sĂ€ugetieratlas.wildenachbarn.ch einzutragen, idealerweise mit Foto. Die Meldungen fliessen in den neuen SĂ€ugetieratlas der Schweiz und Liechtensteins ein, welcher zurzeit von der Schweizerischen Gesellschaft fĂŒr Wildtierbiologie SGW erarbeitet wird.

Hier geht es zu weiteren Infos und zum ArtportrÀt des SiebenschlÀfers.

31.08.2018

Das Vogelsterben durch das tropische Usutu-Virus setzt sich auch in diesem Jahr fort und erfasst weitere Regionen in Deutschland. Besonders Amseln sind betroffen. NABU und Tropenmediziner bitten die Bevölkerung, kranke oder verendete Tiere zu melden und möglichst zur Untersuchung einzusenden. Bereits 1’500 Meldungen von Usutu-VerdachtsfĂ€lle sind beim NABU eingegangen, knapp zwei Drittel davon alleine im August.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf naturschutz.ch oder auf der Seite des NABU.

08.07.2018


Biber an der Limmat (© Mischa Sommer / stadtwildtiere.ch)

Die Biber an der Limmat, welche auf stadtwildtiere.ch immer wieder gemeldet wurden, haben Nachwuchs bekommen. Der TagesAnzeiger berichtet davon. Biber werden auch von verschiedenen anderen StÀdten gemeldet, z.B. von Luzern oder - seit vielen Jahren - auch von Wien, zu vielen Beobachtungen wurden spannende Bildern hochgeladen. Ein Blick in die Galerie des BiberportrÀts lohnt sich auf jeden Fall ch.stadtwildtiere.ch/tiere/biber

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