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Markierung von Baumhöhlen-Bäumen im Zürcher Stadtwald
28.03.2020

Wegen der Corona-Krise sind die jährlichen Schwerpunktprogramme, Aktionen und Veranstaltungen bis Ende April abgesagt oder verschoben worden. Die Termine im Mai bleiben vorläufig bestehen, wir informieren, sobald hier definitive Entscheide gefallen sind.

Demnächst starten wir unseren Blog "Natur zu Hause" mit Tipps für Beobachtungen, zum Gärtnern auf dem Balkon und in der Blumenkiste und vielem mehr.

StadtWildTiere Zürich: Kartierung von Baumhöhlen-Bäumen im Zürcher StadtWald

Am 7. März konnten wir in Zürich, gerade noch vor dem Lockdown wegen der Corona-Krise, die Weiterbildung für die StadtNaturBeobachter/innen durchführen. Seither kartieren wir, corona-bedingt etwas reduziert, mit Unterstützung von Freiwilligen Bäume mit Baumhöhlen auf Stichprobenflächen in Zürcher Stadtwäldern. Selbstverständlich werden die Hygienevorschriften eingehalten. Die Aktion ist mit Grün Stadt Zürich abgesprochen, das Amt stellt uns zudem die Farbe für die Markierungen zur Verfügung. 

 

 

22.03.2020

Die Bevölkerung der Städte, Agglomerationen und Dörfer hat sich in die Wohnungen zurückgezogen, die Touristen sind abgereist, der Flugverkehr kommt zum Erliegen, der Strassenverkehr nimmt drastisch ab. Da und dort scheinen Wildtiere und ihre Lebensräume auf die veränderte Situation zu reagieren. In Venedig z.B. ist das Wasser der Kanäle so klar wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Sogar Fische sind im Wasser zu sehen. Am Hafen von Cagliari wird ein Delfin beobachtet - das Video geht viral. Vielen Städterinnen und Städtern fällt die Ruhe auf, die plötzlich herrscht, auf einmal nehmen wir den Frühlingsgesang einer Amsel wahr, wie ein NZZ-Journalist schreibt. 

Wildtieren waren aber vor Corona-Zeiten in unseren Siedlungsräumen schon da, sie wurden nur kaum beachtet, vielleicht, weil das Wasser zu schmutzig oder der Lärm zu laut war oder weil sie in der Hektik des Alltags nicht bemerkt wurden. 

Artikel im "The Guardian" vom 22. März 2020: Emboldened wild animals venture into locked-down cities worldwide

Artikel in der NZZ vom 21. März 2020: Stadttiere: Jetzt singt die Amsel – nicht erst recht, sondern sowieso

 

21.03.2020

Viren sind keine Tiere und zählen auch nicht zu den Lebewesen. Es sind organische Strukturen, die durch Übertragung z.B. von Körperflüssigkeit verbreitet werden. Sie bestehen aus einer Hülle aus Fetten und Proteinen und einem Kern mit Erbinformation (RNA oder DNA).

Für das Waschen der Hände eignet sich Seife und Wasser besonders gut: Die Seife löst die Fettschicht der Virenhülle auf, die Viren werden damit zerstört und mit Wasser weggewaschen. Seife und Wasser sind für die Hygiene genauso gut wie Desinfektionsmittel. Allerdings dauert es einen Moment, bis sich die Virenhüllen auflösen, weshalb empfohlen wird, die Hände 20 bis 30 Sekunden mit Wasser und Seife zu waschen. 

Kurzfilm (in Englisch) zum Waschen von Händen mit Wasser und Seife.

10.03.2020

Copyright: Jon Juarez

Für Wildtiere können Städte sowohl neue Chancen als auch Bedrohungen darstellen. Manche Arten kommen in diesem neuartigen Lebensraum besser zurecht als andere. Ob die Nutzung oder Nichtnutzung solcher neuartiger Lebensräume auch innerhalb einer Art unterschiedlich ausfällt, erkundeten Forscherinnen und Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und des Luxemburgischen Nationalmuseums für Naturgeschichte (NMNH). Sie analysierten das genetische Material von Rotfüchsen (Vulpes vulpes), die in Berlin und seiner Umgebung leben. Sie identifizierten „städtische“ und „ländliche“ Fuchspopulationen und zeigten, dass physische Barrieren wie Flüsse oder Bauwerke den Austausch zwischen diesen Populationen behindern, aber auch Unterschiede in der menschlichen Aktivität in diesen Landschaften eine große Rolle spielen. Stadtfüchse sind weniger empfindlich gegenüber menschlicher Aktivität, wenngleich auch sie den Abstand zum Menschen halten und sich daher bevorzugt entlang großer Bahn- und Straßentrassen bewegen. Die Studie wurde in der wissenschaftlichen Zeitschrift "Molecular Ecology" veröffentlicht. 

Publikation

Kimmig SE, Beninde J, Brandt M, Schleimer A, Kramer-Schadt S, Hofer H, Börner K, Schulze C, Wittstatt U, Heddergott M, Halczok T, Staubach C, Frantz AC (2019): Beyond the landscape: resistance modelling infers physical and behavioural gene flow barriers to a mobile carnivore across a metropolitan area. Molecular Ecology.

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/mec.15345

Pressemitteilung des Leibniz-IZW

21.02.2020

Wir suchen: eine Praktikantin / ein Praktikant 80 bis 100% ab Mai 2020, mit einem Schwerpunkt bei Schmetterlingen und Wildbienen, in Zürich und im Unterengadin, sowie in Luzern, St.Gallen und Zug, im Rahmen der Meldeplattformen stadtwildtiere.ch und wildenachbarn.ch.

Ihre Aufgaben

  • ​​​​Mitarbeit in Citizen Science-Projekten, mit einem Schwerpunkt bei Schmetterlingen und Wildbienen, in ZĂĽrich und im Unterengadin, sowie in Luzern, St.Gallen und Zug, im Rahmen der Meldeplattformen stadtwildtiere.ch und wildenachbarn.ch

  • Zusammenarbeit mit Freiwilligen, Schulklassen und Lehrpersonen
  • Mithilfe bei verschiedenen Projekten in den Bereichen Wildtiermanagement, Naturschutz, Stadtökologie und Kommunikation
  • Diverse Feldarbeiten im Siedlungsgebiet sowie in Feld und Wald
  • UnterstĂĽtzung im BĂĽro, Management, Datenerfassung, Datenaufbereitung

Start: Mai 2020

Bewerbungen bis am 8. März 2020 gemäss Ausschreibung.

Weitere Infos in der Ausschreibung

07.02.2020

Im Basler St. Johann-Quartier wurde ein Waschbär gefunden - allerdings sei das Tier tot und die Ursache unklar, wie Radio SRF 1 in einem Beitrag vom 7. Februar 2020 berichtete. In der Schweiz wurde in den letzten Jahren die Anwesenheit von einigen wenigen Waschbären dokumentiert.

Waschbär vor dem Zürcher Opernhaus

Für die Stadt Zürich wurde im November 2018 auf StadtWildTiere Zürich ein Waschbär gemeldet, der am Abend durch die Menschenmenge beim Opernhaus im Stadtzentrum rannte und dabei von Passanten gefilmt wurde.
Während in Deutschland gebietsweise hohe Populationsdichten von Waschbären vorkommen und er auch in Österreich als weit verbreitet gilt, scheint sich die Art in der Schweiz noch nicht allgemein etabliert zu haben. Gut möglich, dass sich das in den nächsten Jahren ändern wird.

Beitrag von SRF 1 vom 7. Feb. 2020

Hans Althaus © wildenachbarn.ch
30.01.2020

Mitte Dezember 2019 liess eine Meldung aus dem Bünderland viele Menschen in der Schweiz aufhorchen. Nach dem Abschuss eines Hirsches durch die Wildhut in Arosa wurde entdeckt, dass der geschossene Hirsch sechs Kilo Plastikmüll im Magen hatte. Man identifizierte unter anderem Plastikhandschuhe, Schnüre und Vogelfutternetze. Laut dem Kanton Graubünden befanden sich einige der gefundenen Überreste schon jahrelang im Körper des Tieres. Das Tier hielt sich vermehrt in Siedlungen auf, um nach Futter zu suchen. 

Doch nicht nur Plastikmüll, sondern auch Glasscherben, Drähte, Schnüre und Zigarettenstummel können für Wildtiere sehr gefährlich sein. Mehr zum Thema Wildtiere und Abfall finden Sie neu auf unserer Webseite. 

© Fabio Bontadina / swild.ch
24.01.2020

Der Startschuss zum Crowdfunding für das Projekt «Grosse Abendsegler und ihre Baumhöhlen schützen» ist am Dienstag, 28. Januar um 15 Uhr gefallen.
Das Ziel des Projektes ist es, möglichst viele Baumhöhlenquartiere des Grossen Abendseglers in der Stadt Zürich und den umliegenden Stadtwäldern zu finden. Die gefundenen Quartierbäume werden markiert, um die Abendseglerquartiere vor forstlichen Baumfällungen und somit vor der Zerstörung zu schützen! Mit Telemetrie- und GPS-Datenloggern versuchen wir, den heimlichen Tieren auf die Spur zu kommen.

Jede UnterstĂĽtzung fĂĽr das Projekt ist willkommen! Herzlichen Dank fĂĽr Ihre UnterstĂĽtzung.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es direkt auf der auf der Crowdfunding-Plattform We Make it oder hier.

17.01.2020

Wolf (@Lisa Wirthner / wildenachbarn.ch)

In Thundorf bei Frauenfeld ist ein grosses Tier, vemutlich ein Wolf, in einen Schafstall eingedrungen und hat zwei Schafe getötet und andere verletzt. Sicherheit, ob es sich tatsächlich um einen Wolft handelt, sollen Speicheproben ergeben, die nun an der Universität Lausanne genetisch untersucht werden. Falls es sich tatsächlich um einen Wolf handeln sollte, wäre es der dritte Wolf seit 2017, der seit der Ausrottung vor 200 Jahren, wieder im Kanton Thurgau auftaucht. 

05.01.2020

 
Zauneidechse: Männchen (links) und Weibchen (Bild Bea Schmuckli / stadtwildtiere.ch)

Kennen Sie die rund 15 Reptilienarten, welche im deutschsprachigen Raum Europas leben (D: 14 Arten, AU: 15, CH: 17 Arten)?

Die Zauneidechse ist eine der bekannteren Arten, die auch in Gärten und Grünanlagen vorkommen kann. Sie hat einen gedrungenen Körper und relativ kurzen, nicht mehr als körperlangen Schwanz, im Unterschied zur Mauereidechse, die grazil wirkt und deren Schwanz doppelt so lang wie der Körper ist. Zauneidechsen brauchen Hecken mit Dickicht, Steinhaufen, Altgrasstreifen. Sie können weniger als die Mauereidechse entlang von Mauern in die Höhe fliehen, weshalb sie häufiger von Hauskatzen erbeutet werden.

Besuchen Sie das Zauneidechsen-Portrait auf den StadtWildTiere- und Wilde Nachbarn-Webplattformen und finden Sie dort Hinweise, wie die Art gefördert werden kann.

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