Stadtigel gesucht!

Wie steht es um unsere stacheligen Nachbarn? Diese Frage steht dieses Jahr im Zentrum des Projekts „StadtWildTiere ZĂŒrich“. Mit Beobachtungsmeldungen der StadtzĂŒrcher Bevölkerung und der Unter­stĂŒtzung von Freiwilligen wollen die BiologInnen des Vereins StadtNatur herausfinden, ob die die Igelpopulation ZĂŒrichs wie befĂŒrchtet rĂŒcklĂ€ufig ist, und falls dem so ist, welches die GrĂŒnde dafĂŒr sein könnten.

Die Igelpopulation in der Stadt ZĂŒrich wurde 1993 auf mehr als 2500 Tiere geschĂ€tzt. 20 Jahre spĂ€ter lassen Beobachtungen befĂŒrchten, dass die ZĂŒrcher Igelpopulation rĂŒcklĂ€ufig ist, ein Trend, der sich mit Erfahrungen aus andern europĂ€ischen LĂ€ndern deckt. Als mögliche GrĂŒnde fĂŒr den RĂŒckgang kommen die bauliche Verdichtung als Reaktion auf die starke Zersiedlung, der resultierende Verlust naturnaher GrĂŒnrĂ€ume und der zunehmende Verkehr in Frage. Ein weiterer Grund könnte die zu­nehmende Dachspopulation sein. Dachse können mit ihren krĂ€ftigen Krallen Igeln gefĂ€hrlich werden.

Aufruf an die ZĂŒrcher Bevölkerung Igelbeobachtungen zu melden

Mit Hilfe von Igelbeobachtungen aus der Bevölkerung will der Verein StadtNatur WissenslĂŒcken ĂŒber die aktuelle Verbreitung dieser Stacheltiere in ZĂŒrich schließen. Beobachtungen von Igeln und ande­ren Wildtieren können online auf der Meldeplattform zuerich.stadtwildtiere.ch eingetragen werden.

Zur ErgĂ€nzung der Beobachtungsmeldungen aus der Bevölkerung will das StadtWildTiere-Team mit Hilfe von Spurentunnel, die ĂŒber die ganze Stadt verteilt in PrivatgĂ€rten aufgestellt werden, die PrÀ­senz der Igel sichtbar machen. Geht ein Igel durch einen Spurentunnel, hinterlĂ€sst er dank den im Tunnel angebrachten Farb- und Papierstreifen seine FußabdrĂŒcke. Auf diese Weise kann ein Nach­weis fĂŒr das Vorkommen eines Igels im Gebiet erbracht werden. Betreut werden die Spurentunnel von StadtNaturBeobachter/innen und von zusĂ€tzlichen Freiwilligen.

Ziel ist es, aufgrund der neu gewonnen Daten ein aktuelles Bild ĂŒber die Verbreitung der Igel in der Stadt ZĂŒrich zu erhalten. Im Falle eines RĂŒckgangs wird dies die Grundlage fĂŒr die Suche nach mögli­chen GrĂŒnden sein.

Das Projekt StadtWildTiere

Das Angebot www.stadtwildtiere.ch wurde vom Verein StadtNatur erarbeitet. Wildtier-Beobachtun­gen können fĂŒr den gesamten deutschsprachigen Raum eingetragen werden. Lokale Projekte finden aktuell neben ZĂŒrch auch in den StĂ€dten St.Gallen, Winterthur und Wien statt. Weitere werden in nĂ€chster Zeit dazu stossen.

Medienmitteilung zum Herunterladen unten an der Seite.

FĂŒr AuskĂŒnfte:

Dr. Sandra Gloor, Wildtierbiologin, Verein StadtNatur, Telefon 044 508 10 69 od. 079 749 20 21.
Adrian Dietrich, Wildtierbiologe, Verein StadtNatur,  044 450 68 11

Verein StadtNatur, Wuhrstrasse 12, 8003 ZĂŒrich
info@stadtnatur.ch, www.stadtwildtiere.ch
www.facebook.com/stadtwildtiere

FĂŒr Bilder

Diese Bilder stehen fĂŒr den Gebrauch im Zusammenhang mit der Medienmitteilung bei korrekter Zitierung der Bildautoren kostenfrei zu VerfĂŒgung.

© Fabio Bontadina /swild.ch
 

Abb. 1: Igel sind kleine FußgĂ€nger: Schon ein Absatz von 20 cm kann fĂŒr Igel ein unĂŒberwindbares Hin­dernis bedeuten.

© Martin Goebel /stadtwildtiere.ch

Abb. 2: Zwei Igel kurz vor der Paarung in einem Gar­ten in ZĂŒrich Höngg.

© Fabio Bontadina /swild.ch

Abb.3: Jungigel unterwegs.

© Sandra Gloor /swild.ch

Abb.4: Geeigneter Igellebensraum: mit kurzgeschnit­tenen Bereichen fĂŒr die Futtersuche und vielen ge­eigneten Versteckmöglichkeiten in dichten Hecken.

 

 

Newsletter

Möchten Sie ĂŒber spannende Beobachtungen, Aktionen und Fortschritte informiert werden?

Abonnieren Sie den Newsletter:

SĂ€ugetieratlas
Träger