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Ein Zuhause f√ľr Insekten

09.09.2020, Anita Schweizer

Sobald wir einen Schritt nach draussen machen, summts und brummts. √úberall wird gekrabbelt, geklettert und geflogen. Die Insekten sind los, sie zeigen sich in ihrer vollen Pracht. Wenn du ganz genau hinschaust, erkennst du die unglaubliche Vielfalt an Farben, Formen und Mustern. Wusstest du, dass ganz viele dieser wundersch√∂nen Tiere in den n√§chsten Jahren f√ľr immer verschwinden k√∂nnten? Wir zeigen dir, was du tun kannst, um den Insekten zu helfen.
Es kreucht und fleucht!

Etwa drei Viertel aller Tiere auf der Erde sind Insekten. Die Wissenschaftler kennen noch nicht einmal alle Arten, aber sie sch√§tzen, dass es bis zu 20 Millionen verschiedene Insektenarten gibt. Die sehen auf den ersten Blick sehr unterschiedlich aus. Wenn man aber genauer hinschaut, sieht man, dass sie viele Gemeinsamkeiten haben. Insekten haben zum Beispiel einen K√∂rper der in drei Teile aufgeteilt ist. Sie alle haben zwei Antennen am Kopf, oftmals Fl√ľgel und immer sechs Beine.

 

 

Ein farbenprächtiger Rosenkäfer. © Helge May / nabu.de

 

Wieso geht es den Insekten schlecht?

Viele Insektenarten sind mittlerweile gef√§hrdet. Das bedeutet, dass sie f√ľr immer verschwinden k√∂nnten. Daf√ľr gibt es viele Gr√ľnde. Sie verlieren ihren Lebensraum, in der Landwirtschaft und im Garten setzten leider immer noch viele Leute Gift ein, um unerw√ľnschte Tiere und Pflanzen zu bek√§mpfen, und das Klima ver√§ndert sich sehr schnell. Dies setzt den Insekten stark zu.

 

Wieso sind Insekten so wichtig?

Insekten sind zwar klein ‚Äď einige von ihnen sind nicht einmal einen Millimeter gross ‚Äď, aber sie leisten trotzdem einen sehr wichtigen Beitrag in der Natur.¬†
Bienen best√§uben zum Beispiel Bl√ľtenpflanzen. Sie fliegen von Bl√ľte zu Bl√ľte und sammeln Nektar. Dabei bleibt Bl√ľtenstaub oder Pollen an ihrem K√∂rper kleben. Wenn sie die n√§chste Bl√ľte besuchen, bleibt ein Teil des Pollens an der Bl√ľte h√§ngen und sie wird befruchtet.
Marienk√§fer sind sehr n√ľtzlich im Garten, weil sie Blattl√§use fressen. Hat es zu viele Blattl√§use, kann das den Pflanzen schaden. Die Marienk√§fer helfen hier, die Balance zu halten.
Nat√ľrlich werden auch die Insekten von anderen Tieren gefressen. Sie sind zum Beispiel Nahrung f√ľr Flederm√§use, Fr√∂sche oder Igel. Wenn es weniger Insekten gibt, finden insektenfressende Tiere nicht gen√ľgend Nahrung.

 

 

Ein grosses Mausohr auf nächtlicher Insektenjagd. © C. Robiller / Naturlichter.de

 

Was kannst du tun, um den Insekten zu helfen?

Insekten lieben kleine Wildnisorte. Dies kann ein abgestorbener Baum sein, der liegengelassen wird und langsam zerfällt, eine Wiese mit einheimischen Blumen, die nur ganz selten gemäht wird oder ein kleiner Unterschlupf, der als Versteck oder Eiablageplatz dient.
Einige Wildbienenarten legen ihre Eier in Hohlr√§ume zum Beispiel in hohlen Pflanzenst√§ngeln und verschliessen diese. In dieser Kammer schl√ľpft die Larve und w√§chst langsam zu einer erwachsenen Wildbiene heran.
Marienk√§fer legen ihre Eier gerne in Verstecke in der N√§he von Blattlauskolonien ab. Sobald die Larven schl√ľpfen, k√∂nnen sie sich an den Blattl√§usen sattfressen.
Ein solches Versteck kannst du selbst ganz einfach aus leeren Konservendosen und ein paar Bambusr√∂hrchen oder Holzwolle bauen. Nat√ľrlich kannst du es auch noch sch√∂n dekorieren und bemalen. Daf√ľr haben wir dir hier ein paar Tipps und Tricks zusammengestellt:

 

‚ÄėTipps und Tricks f√ľr den Bau deinen Insektenhotels‚Äô (pdf)

 

 

© Anita Schweizer / stadtwildtiere.ch

 

Erforsche deine Insekten!

Schau genau, was sich in deinem Insektenhotel tut. Wer nutzt das Hotel? Wie sehen die Insekten aus? Sind es vielleicht sogar mehrere Arten? Was machen sie? 
Beobachte ihr Verhalten, schriebe auf was du siehst. Mache eine Zeichnung der Insekten, vergleiche verschiedene Arten miteinander. Was haben sie gemeinsam? Gibt es Unterschiede?
Wir w√ľnschen dir viel Spass beim Entdecken!
 

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