Rauhautfledermaus
Pipistrellus nathusii

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Rauhautfledermaus auf Holz
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Die Rauhautfledermaus ist die kleinste einheimische Fledermausart, die migriert. Wintergast, verbringt Herbst (Paarungszeit), Winter und Frühling in der Schweiz. Balzquartiere im Herbst in Baumhöhlen und Fassadenhohlräumen. Winterschlafquartiere oft in Holzbeigen. Zieht im Frühling Richtung Nordosteuropa, wo die Jungen zur Welt gebracht und bis im Herbst großgezogen werden. Jagt im gradlinigen Flug entlang von Waldrändern, Hecken, Baumalleen oder Ufergehölzen kleine bis mittelgroße Fluginsekten. Oft gleichzeitige Ankunft vieler Tiere im Herbst.

Erkennungsmerkmale

Fell dunkelbraun bis kastanienbraun, Unterseite hellbraun bis gelbbraun.

Gehört zu
 (Microchiroptera)
Masse

Kopf-Rumpf-Länge 4,6–5,5 cm, Flügelspannweite 23–25 cm, Gewicht 6–15,5 g.

Gefährdungsgrad

Nicht gefährdet

Aktivitätszeit

Winterschlaf; während der Sommermonate nachtaktiv.

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Gefahren
  • Fassadenbeleuchtung: Die nächtliche Beleuchtung der Öffnungen, durch die Fledermäuse jeweils ihr Quartier verlassen, sollte vermieden werden, weil die Nachtjäger dann später ausfliegen. Und als Folge davon bleibt ihnen weniger Zeit für die Nahrungssuche.
  • Netze: Fledermäuse können sich in Netzen, die über Obstbäumen oder Reben gespannt werden, verheddern. Diese werden so zu tödlichen Fallen. Deshalb sollten Netze nur wenn unbedingt nötig verwendet und nach Gebrauch wieder entfernt werden.
Fördermassnahmen
Winterquartiere schaffen

Vor Regen und Wind geschützte Holzbeigen bieten den Rauhautfledermäusen wertvolle Winterquartiere. Beim Abtragen des Holzvorrats sollten Sie immer eine Restbeige stehen lassen, damit sich die Fledermäuse zurückziehen können.

Richtig reagieren

Falls Sie im Winter in der Holzbeige eine Fledermaus finden, sollten Sie sie mit Handschuhen vorsichtig in die Restbeige zurückbefördern, so dass sie den Winterschlaf fortsetzen kann. Oder kontaktieren Sie die Fledermausschutz-Notnummer: 079 330 60 60.

Beobachtungstipps
Zirplaute und Balzflüge der Männchen

Ab Mitte August treffen die Rauhautfledermäuse aus dem Baltikum und Norddeutschland ein, wo sie ihre Jungen aufgezogen haben. In unseren Breitengraden findet die Verpaarung statt. Mit Zirplauten locken die Männchen die Weibchen an. Diese Zirplaute ertönen aus den Verstecken heraus und sind auch für das menschliche Gehör gut wahrnehmbar. Auffällig sind auch die Balzflüge vor den Quartieren im Herbst.

Schlafquartiere des Wintergasts

Rauhautfledermäuse verbringen den Winterschlaf gerne in Städten, da diese im Winter ein relativ mildes Klima aufweisen. Hier müssen Fledermäuse weniger Frostnächte überstehen, was ihre Überlebenschancen erhöht.
Für den Winterschlaf nutzen Rauhaufledermäuse Hohlräume und Ritzen jeglicher Art. Eine ganz besondere Vorliebe scheint diese Fledermausart für Scheiterbeigen zu haben.

Jagende Rauhautfledermäuse

Rauhäute fliegen spät abends aus. Ihr Jagdflug ist langsamer und geradliniger als jener von Zwergfledermäusen. Die Rauhaufledermaus orientiert sich entlang von Ufergehölzen, Waldränder und Hecken - man bezeichnet ihren Flug als „patrouillieren“. Die kleinste migrierende Fledermausart in der Schweiz frisst hauptsächlich kleine, schwärmende Inseketenarten wie zum Beispiel Mücken, Falter und Fliegen.

Rauhautfledermaus auf Holz
Rauhautfledermaus auf Holzbeige
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