Wasserspitzmaus
Neomys fodiens
© A. Dietrich / swild.ch

Lebensraum

Gewässer

Größte einheimische Spitzmaus. Jagt wirbellose Wassertiere, taucht bis zu 50 cm tief und 20 Sek. lang. Eines der wenigen giftigen Säugetiere: Giftdrüsen unter der Zunge produzieren Gift, das für Tiere bis Mausgröße tödlich wirkt; so werden auch größere Fische erbeutet. Weibchen verteidigen Territorien, Männchen streifen umher und suchen fortpflanzungswillige Weibchen. 2–3 Würfe von 4–8 Jungen zwischen März und August. Junge werden 4 Wochen gesäugt und nach 50 Tagen von der Mutter aus dem Nest gejagt. Geschlechtsreife im nächsten Frühjahr. Stirbt normalerweise im folgenden Herbst im Alter von höchstens anderthalb Jahren. Keine Winterruhe, bei schlechter Witterung Größeneinbuße der Organe und anderer Körperteile.

Erkennungsmerkmale 
Rücken schiefergrau bis glänzend schwarz, Bauch weiß. Sehr dichtes Fell. Rotbraune Zahnspitzen.
Lebensraum 
Wasserläufe, stehende Gewässer mit gut bewachsenen Uferbereichen, welche Grabtätigkeit erlauben.
Gefährdungsgrad
Deutschland: gefährdet; Berlin: Gefährdung anzunehmen
Ähnliche Arten
Schabracken- und Hausspitzmaus. Die Wasserspitzmaus hat einen dunkler gefärbten Rücken.
Maße 

Kopf-Rumpf-Länge 7,2–9,6 cm,
Schwanz 4,7–7,7 cm, Gewicht 15–20 g.

Aktivitätszeit 
Ganzjährig aktiv
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
1 Bilder geordnet nach
Wasserspitzmaus 
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Frischling. © Christian Bottlang / wildenachbarn.ch

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Gute Schwimmerin
Die Wasserspitzmaus ist in ihrer Lebensweise an Gewässer gebunden und an stehenden und fließenden Kleingewässern mit guter Wasserqualität zu finden. Sie schwimmt gut, an Land bewegt sie sich bevorzugt in der dichten Ufervegetation. Weil sie selten ist und sehr versteckt lebt, ist sie schwierig zu entdecken. 

Eine ordentliche Unordnung ist lebenswichtig
Alle Spitzmäuse lieben Hecken mit einer dichten Krautschicht, verfilztes Gras, Kompost-, Stein- und Holzhaufen. Dort finden sie Deckung und Plätze für ihre Nester. Lassen Sie im Garten Grasstreifen zum Beispiel entlang von Mäuerchen oder Zäunen stehen und sorgen Sie für viele Verstecke. Setzen Sie sich in Ihrer Wohnumgebung für die Renaturierung von Bächen ein.

Gefahren 
  • Katzen: Katzen erbeuten häufig Spitzmäuse, fressen sie aber nicht, weil sie ihnen nicht schmecken.
  • Fallen: Sichern Sie Orte mit senkrechten Wänden wie Schächte, in die Spitzmäuse hineinfallen können und aus denen sie nicht mehr selber hinausklettern können. Oder bieten Sie Ausstieghilfen an.
Mehr Informationen 

Webseite zu Kleinsäuger

Schutz der kleinen Säugetiere. Eine Arbeitshilfe. Kanton Aargau. Sondernummer 36, November 2011. (pdf, 12MB)

Service
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