Iltis
Mustela putorius
© P. Trimming / Wikimedia Commons

Lebensraum

Wiese, Obstgärten, Felder
Hecken und Waldränder
Wald
Feuchtgebiet

Dämmerungs- und nachtaktiver Einzelgänger, jedes Tier mit individuellem Aktivitätsgebiet. Männchen größer und schwerer als die Weibchen. Verstecke im Winter in Scheunen, Ställen, Heuhaufen, Erd- und Felshöhlen. Ruheplätze im Sommer auch unter Wurzeln und in Holzstößen. Der Iltis ernährt sich hauptsächlich von Amphibien ( Frösche, Kröten ), ebenso von Nagetieren und Vögeln. Klettert selten, kann gut schwimmen und tauchen, jagt auch in Gewässern. Jungtiere öffnen ihre Augen erst im Alter von 30 Tagen, wenn sie schon mit Fleisch gefüttert werden. Starker Rückgang der Iltispopulationen wegen abnehmender Amphibienbestände, Verlust von deckungsreichen Verbindungswegen (Gehölze, Bachufer ) in landwirtschaftlichen Gebieten, vielleicht auch wegen der Pestizidbelastung der Beutetiere.

 

Erkennungsmerkmale 
Lang gestreckter Körper, kurze Beine, buschiger Schwanz. Typische Gesichtszeichnung: weißer Fleck um die Schnauze, Ohrränder und Augenumgebung heller als übriges Gesicht.
Lebensraum 
Mit Wiesen und Feldern aufgelockerte Waldgebiete. Kehrichtdeponien. Auch im Siedlungsraum, in Familiengärten.
Gefährdungsgrad
Gefährdet
Ähnliche Arten
Die beiden nahe verwandten Wieselarten Hermelin und Mauswiesel sind bedeutend kleiner als der Iltis und haben keine Gesichtsmaske. Ihr Körper ist jedoch ebenfalls schlank und langgezogen wie beim Iltis.
Maße 

Kopf-Rumpf-Länge 31 – 46 cm

Aktivitätszeit 
Ganzjährig aktiv, mit reduzierter Aktivität während des Winters.
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Frischling. © Christian Bottlang / wildenachbarn.ch

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Heimlichtuer

Iltisse leben auch im Siedlungsgebiet sehr heimlich und sind daher schwierig zu entdecken. Sie sind meist in der Dämmerung und nachts unterwegs.

Der Iltis jagt an Gewässern mit buschreichen und bewaldeten Uferzonen nach Fröschen und Kröten. Vielleicht werden Sie auf einem abendlichen Spaziergang auf den Heimlichtuer aufmerksam, wenn dieser im Dickicht von Straßen- oder Wegböschungen nach Fröschen stöbert und dabei raschelnde Geräusche verursacht. Im Winter zieht es Iltisse auch in Gebäude wie Ställe oder Scheunen, wo sie Mäusen und Ratten nachstellen.

In Asthaufen finden Iltisse gute Verstecke für die Aufzucht ihrer Jungen.

© K. Märki / swild.ch

Der Iltis mag‘s feucht und buschreich

Iltisse brauchen vielfältige, gut strukturierte und vernetzte Lebensräume.

Aufgrund seiner Spezialisierung auf Amphibien ist der Iltis auf naturnahe Gewässer angewiesen. Im Siedlungsgebiet sind natürliche Ufer an Gräben und Bächen mit viel Deckung, Hecken oder dichte Gebüsche nicht nur ergiebige Jagdgebiete sondern auch gute Vernetzungsachsen. Helfen Sie mit, Ihre Wohnumgebung naturnah zu gestalten, ehemalige Feuchtgebiete zu renaturieren und bestehende natürliche (Feucht)-Gebiete zu fördern oder zu schützen.

Gefahren 
  • Verkehr: Das Straßennetz ist in Mitteleuropa sehr dicht. Wie vielen anderen Wildtierarten wird der Autoverkehr auch dem Iltis dementsprechend häufig zum Verhängnis.
  • Verlust von Lebensraum: Der Iltis leidet unter dem Rückgang von Feuchtgebieten und damit auch von Amphibien, seiner bevorzugten Nahrung, sowie unter der Zersiedelung, Zerstücklung und der intensiven Landwirtschaft. 
  • Fressfeinde: u.a. wildernde Hunde
Beobachten im Tierpark

Im Tierpark Goldau können Iltisse beobachtet werden.

Mehr Informationen 

Paul Marchesi, Claude Mermod, Hans C. Salzmann. 2010. Marder, Iltis, Nerz und Wiesel. Kleine Tiere, große Jäger. Haupt Verlag.

Schutz der kleinen Säugetiere. Eine Arbeitshilfe. Kanton Aargau. Sondernummer 36, November 2011. (pdf, 12MB)

Service
Betreut von SWILD
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