Hausspitzmaus
Crocidura russula
© Der Hexer, cc-by-sa 3.0

Lebensraum

Gebäude
Garten und Park
Hecken und Waldränder

Schwanz der Hausspitzmaus mit einzelnen langen Wimperhaaren (im Unterschied zu Rotzahnspitzmäusen). Bewegt sich in der Laubschicht, Unterschlupf in Mauselöchern, Mauerspalten, Kompost- und Reisighaufen. Täglich mehrere Aktivitätsphasen, dazwischen kurze Schlafperioden. Spitzmäuse fressen täglich fast ihr eigenes Körpergewicht an wirbellosen Bodentieren. Feinde: Eulen, Wiesel. Viele andere Fleischfresser verschmähen die nach Moschus riechenden Tiere. Katzen töten Spitzmäuse, fressen sie aber nicht. Zwischen Februar und Oktober 3–4 Würfe von 2–7 zunächst nackten Jungen. Nach einer Woche folgen die nun behaarten Jungtiere der Mutter in einer Karawane, in der sich die Tiere im Rückenfell des vor ihnen eingereihten Tiers festbeißen.

Erkennungsmerkmale 
Pelz grau bis braun, Bauch hellgrau. Ohrmuscheln frei, nicht im Pelz versteckt. Zähne weiß.
Lebensraum 
Gärten, Parkanlagen, Hecken, Waldränder, Brachen, Steinhaufen, im Herbst auch in Häusern und Ställen.
Gefährdungsgrad
nicht gefährdet
Ähnliche Arten
Schabracken- und Wasserspitzmaus. Im Unterschied zu diesen Arten hat die Hausspitzmaus lange Wimperhaare am Schwanz.
Maße 

Kopf-Rumpf-Länge 6,4–8,4 cm, Schwanz 3,3–4,6 cm, Gewicht 7–15 g.

Aktivitätszeit 
Ganzjährig aktiv, Ruhephasen bei schlechter Witterung.
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Text wurde mit freundlicher Genehmigung vom Haupt Verlag aus dem Buch Stadtfauna übernommen. Cover StadtFauna-Buch
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Frischling. © Christian Bottlang / wildenachbarn.ch

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Die Ohren spitzen
Wie der Name sagt, ist diese Spitzmausart am meisten an Siedlungen gebunden, dies vor allem während der kälteren Jahreszeit wegen des hohen Energiebedarfs. Die Hausspitzmaus ist ganzjährig meist nachts aktiv, kann aber auch am Tag beobachtet werden. Da sie sich bevorzugt in der deckungsreichen Vegetation bewegt, ist sie schwierig zu entdecken. Man kann aber manchmal ihre schrillen Laute hören, die ihre Anwesenheit anzeigen. Diese Spitzmausart erkennt man auch an den großen Ohren.

Die Hausspitzmaus besitzt lange Wimperhaare am Schwanz.
swild.ch)

Eine ordentliche Unordnung ist lebenswichtig
Alle Spitzmäuse lieben Hecken mit einer dichten Krautschicht, verfilztes Gras, Kompost-, Stein- und Holzhaufen. Dort finden sie Deckung und Plätze für ihre Nester. Lassen Sie im Garten Grasstreifen zum Beispiel entlang von Mäuerchen oder Zäunen stehen. Verschieben Sie Aufräumarbeiten im Garten in den Frühling. Durch diese Maßnahmen entstehen viele Verstecke für Kleinsäuger und speziell auch Spitzmäuse. Oder setzen Sie sich in Ihrer Wohnumgebung für eine naturnahe Gartengestaltung ein. Verwenden Sie auf keinen Fall Pestizide im Garten.

Gefahren 
  • Katzen: Katzen erbeuten häufig Spitzmäuse, fressen sie aber nicht, weil sie ihnen nicht schmecken.
  • Fallen: Sichern Sie Orte mit senkrechten Wänden wie Schächte, in die Spitzmäuse hineinfallen können und aus denen sie nicht mehr selber hinausklettern können. Oder bieten Sie Ausstiegshilfen an.
Mehr Informationen 

Webseite zu Kleinsäuger

Schutz der kleinen Säugetiere. Eine Arbeitshilfe. Kanton Aargau. Sondernummer 36, November 2011. (pdf, 12MB)