Gesucht: Kleine Stadtwildnis

St.Gallen, 23. Juli 2018

Neben gestalteten und kultivierten Flächen sind in der Stadt auch viele kleine verwilderte Oa-sen zu finden. Ob ein Laub- oder Asthaufen, eine Wildblumenwiese, eine Trockenmauer oder ein Heckensaum – sie alle bieten vielfältige Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere. Das Projekt StadtWildTiere sucht kleine Stadtwildnis-Orte in den St.Galler Quartieren.

Die Natur in der Stadt begegnet uns oft in gepflegter Form: als Gärten, Parkanlagen oder Friedhöfe. Wer sich auf den Weg macht, um Wildnisorte in der Stadt zu suchen, wird sie bald entdecken. Sie sind wichtig für die Artenvielfalt im Siedlungsraum. Das Projekt StadtWildTiere möchte solche Stadtnatur-Oasen sichtbar machen und freut sich über Meldungen auf www.stadtwildtiere.ch. Gesucht sind Orte, wo die Natur sich einen kleinen oder grösseren Bereich zurückerobert hat, wo kleine tierische Stadtbewohner wie Igel ihre Nacht verbringen, wo Wildbienen und Schmetterlinge von Blüte zu Blüte fliegen oder wo Vögel ungestört ihr Nest bauen können. Das können Blumenwiesen, Wildhecken, Gebäudebegrünungen, alte Stadtbäume, Trockenmauern oder kleine Wildnisecken sein.

Als StadtNaturBeobachterinnen und -beobachter unterwegs im Quartier

Das Projekt StadtWildTiere sucht zudem naturinteressierte Personen, die Beobachtungen von Igel, Eichhörnchen und Co. sammeln. StadtNaturBeobachterinnen und -Beobachter sind in ihrem Quartier auf den Spuren der Wildtiere unterwegs und profitieren von Weiterbildungsanlässen. Sie übernehmen ein ca. 0.5 km2 grosses Gebiet, machen dort regelmässig Rundgänge und tragen Wildtierbeobachtun-gen auf der Meldeplattform ein. Um StadtNaturBeobachterin oder -Beobachter zu werden, sind keine Vorkenntnisse nötig – es werden Weiterbildungsanlässe angeboten zur Vielfalt der Wildtiere oder wie man den „heimlichen Stadtbewohnern“ auf die Spur kommt und sie schützen und fördern kann. Inte-ressierte können sich melden unter stgallen@stadtwildtiere.ch.

Gemeinsames Projekt

Das Angebot stadtwildtiere.ch wurde vom Verein StadtNatur erarbeitet. Beobachtungen können für den gesamten deutschsprachigen Raum auf der Meldeplattform stadtwildtiere.ch eingetragen werden. Lokale Projekte finden aktuell neben St.Gallen auch in den Städten Bern, Berlin, Chur, Winterthur, Luzern, Wien und Zürich statt. Weitere werden in nächster Zeit dazu stossen. In St.Gallen wird das Projekt im Rahmen von „Natur findet Stadt“ von der Stadt St.Gallen, vom WWF St.Gallen, von Pro Natura St.Gallen-Appenzell und vom Naturschutzverein St.Gallen und Umgebung getragen. Weitere Informationen: www.stgallen.stadtwildtiere.ch

Bilder

Folgende Bilder stehen für den Gebrauch im Zusammenhang mit der Medienmitteilung bei korrekter Zitierung der Bildautoren kostenfrei zu Verfügung:

 

© Chiara Baschung / stadtwildtiere.ch

 

Abb. 1: Kleines Ried bei der Schule Boppartshof.

© Sandra Gloor / stadtwildtiere.ch

 

Abb. 2: Wildnisecke bei einer Baustelle.

© Stadt St.Gallen

 

Abb.3: Blumenwiese 1.

© Stadt St.Gallen

 

Abb.4: Blumenwiese 2.

© Stadt St.Gallen

 

Abb.3: Trockenmauer.

© Stadt St.Gallen

 

Abb.4: Trockenmauer und Ruderalfläche.

Weitere Auskünfte:

Karin Hungerbühler, Umwelt und Energie Stadt St.Gallen, Telefon 071 224 56 90,
karin.hungerbuehler@stadt.sg.ch
Chiara Baschung, StadtWildTiere, Tel. 044 508 10 69, chiara.baschung@stadtwildtiere.ch

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