St.Galler Kinder bauen Winterquartiere für Igel und andere kleine Wildtiere

St.Gallen, 27. Oktober 2018

St.Galler Kinder bauen Winterquartiere für Igel und andere kleine Wildtiere

Viele kleine Wildtiere wie Igel oder Zauneidechsen sind im Winter auf Asthaufen und andere Strukturen angewiesen. In diesen können sie gut geschützt den Tag verbringen oder ihren Winterschlaf halten. In unseren aufgeräumten Siedlungsgebieten sind solche sicheren Tagesquartiere selten geworden. Um Kinder für diese Zusammenhänge zu sensibilisieren, führt das Projekt StadtWildTiere diesen Herbst in der Stadt St.Gallen Asthaufenaktionen mit Schulklassen durch.

Wenn die Tage kürzer werden und die Blätter von den Bäumen fallen, beginnt vielerorts das grosse Aufräumen in den Gärten und Grünanlagen. Dabei wird oft vergessen, dass gerade im Winter kleine Wildtiere geschützte Orte brauchen, um die kalte Jahreszeit zu überdauern. Dafür bieten ihnen Ast-, Laub- und Steinhaufen Unterschlupf. Von den Versteckmöglichkeiten profitieren nebst den Igeln auch Amphibien, Reptilien, zahlreiche Käferarten, Ameisen und Wiesel. Das Holz der Äste und die Insek-ten, die es anlockt, bieten den Tieren nicht nur Schutz, sondern auch Nahrung.

Im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktprogramms des Projekts StadtWildTiere zur Förderung von Igeln in der Stadt St.Gallen, werden mit Schülerinnen und Schülern Asthaufen gebaut. Lehrpersonen von sieben Schulhäusern beteiligen sich mit ihren Klassen an der Aktion. In Zusammenarbeit mit Stadtgrün wurden auf den Schularealen vorgängig sinnvolle Standorte für die Asthaufen festgelegt. Stadtgrün bereitet zudem das Ast- und Laubmaterial vor und die Kinder schichten es zu grossen Haufen auf. Dabei lernen die Kinder nicht nur, was ein gutes Schlaf- oder Winterquartier ausmacht, sondern auch allerlei Spannendes, vor allem über den Igel. Auch Stadträtin Maria Pappa unterstützt das Projekt und baut am 25. Oktober zusammen mit einer Schulklasse Unterschlupfmöglichkeiten für die Wildtiere.

Gemeinsames Projekt mehrerer Städte

Das Angebot stadtwildtiere.ch wurde vom Verein StadtNatur erarbeitet. Beobachtungen von Wildtieren können für den gesamten deutschsprachigen Raum auf der Meldeplattform stadtwildtiere.ch eingetragen werden. Lokale Projekte finden aktuell neben St.Gallen auch in den Städten Bern, Berlin, Chur, Winterthur, Luzern, Wien und Zürich statt. Weitere werden in nächster Zeit dazu stossen. In St.Gallen wird das Projekt im Rahmen von „Natur findet Stadt“ von der Stadt St.Gallen, vom WWF St.Gallen, von Pro Natura St.Gallen-Appenzell und vom Naturschutzverein St.Gallen und Umgebung getragen. Weitere Informationen: www.stgallen.stadtwildtiere.ch

Bilder

Folgende Bilder stehen für den Gebrauch im Zusammenhang mit der Medienmitteilung bei korrekter Zitierung der Bildautoren kostenfrei zu Verfügung:

 

© Peter Käser / stadtwildtiere.ch

© Peter Käser/ stadtwildtiere.ch

© Peter Käser / stadtwildtiere.ch

© Peter Käser / stadtwildtiere.ch

 

 

Weitere Auskünfte:
Monika Haggenmacher, Stadtplanung, Tel. 071 224 56 54, monika.haggenmacher@stadt.sg.ch
Sandra Gloor, Geschäftsstelle Verein StadtNatur, Tel. 044 508 10 69, sandra.gloor@stadtwildtiere.ch

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